Liposuktion PLUS

Zur operativen Behandlung des Lipödems wird in der Lympho-Opt die Liposuktion mit Tumeszenz-Lokalanästhesie (TLA) angewandt. Und das bereits viele Hundert mal. Seit der kalifornische Hautarzt Jeffrey Alan Klein 1986 diese Methode vorgestellt hat, hat sie sich weltweit zur Entfernung von Fettgewebe durchgesetzt. Sie bietet eine hohe Sicherheit und da sie keine Allgemeinanästhesie (Narkose) erfordert, belastet sie den Organismus relativ wenig.

„Tumescere“ bedeutet im Lateinischen „anschwellen“. Bei der TLA werden vor der Absaugung bis zu zwei Liter Kochsalzlösung pro Liter abzusaugendem Fett durch kleine Hauteinstiche in das Unterhautfettgewebe eingeleitet. Diese Tumeszenzlösung enthält ein örtlich wirkendes Betäubungsmittel und andere Zusätze. Während der Einwirkzeit (die Patientin ist dabei mit einer Wärmedecke zugedeckt) saugen sich die Fettzellen mit der Tumeszenzlösung voll und trennen sich voneinander („Dissektion“). In der Lympho-Opt wird eine relativ lange die Einwirkzeit (mehr als eine Stunde) angesetzt, da auf diese Weise das Gemisch aus Fettzellen und Tumeszenzlösung besonders dünnflüssig wird und sich sehr schonend aus dem Bindegewebe absaugen lässt.

Vor dem Eingriff zeichnet der Operateur mit einem Stift die Stellen an, die er behandeln wird. Bei uns steht die Patientin dabei aufrecht, da nur unter dem Einfluss der Schwerkraft die angestrebte Formgebung exakt geplant werden kann. Zuvor wird der Befund fotografisch dokumentiert und die Patientin erhält ggf. ein Beruhigungsmittel.

Die Absaugung geschieht mittels einer stumpfen Hohlnadel (Kanüle) von etwa 2 bis 3 mm Durchmesser, die über einen Schlauch mit einer Absaugpumpe verbunden ist. Die Kanüle vibriert mit 4.000 bis 6.000 Schwingungen pro Minute. Dadurch saugt sie nur das flüssige Gemisch aus Tumeszenzlösung und Fettzellen an. Bindegewebsstränge, Nerven, Blut- und Lymphgefäße werden aufgrund ihrer mechanischen Trägheit nicht mit angesaugt. Dies macht das Verfahren gewebeschonender, reduziert die postoperativen Schmerzen, begünstigt eine schnellere Heilung und führt ferner zu besseren kosmetischen Ergebnissen.

Während der OP bittet der Operateur die Patientin gelegentlich, ihre Körperlage zu verändern, so dass er optimal absaugen kann. Da keine Narkose angewandt wird, ist der natürliche Muskeltonus vorhanden und der Operateur kann gewisse Körperkonturen realistisch beurteilen. Während des Eingriffs bewegt der Operateur mit einer Hand die Kanüle hin und her, um die Fettdepots möglichst gleichmäßig zu reduzieren, damit später keine Dellen oder Asymmetrien entstehen. Die andere Hand dient zur Führung und Kontrolle. In der Lympho-Opt wird die Absaugkanüle unter Beachtung der Anatomie des Lymphgefäßsystems parallel zu den Lymphbahnen geführt. Das Risiko einer Lymphgefäßschädigung mit nachfolgendem Auftreten eines Lymphödems kann damit so gut wie ausgeschlossen werden.

Das PLUS der Liposuktion in der Lympho-Opt: die Nachsorge

Sofort nach der Absaugung leitet ein Physiotherapeut mittels einer speziellen manuellen Drainagetechnik im Gewebe verbliebene Tumeszenzflüssigkeit aus den Einstichstellen heraus. Weil dadurch nur sehr wenig Betäubungsmittel in den Blutkreislauf gelangt, wird die toxische Belastung des Organismus auf ein Minimum reduziert. Im Anschluss an die Drainage wird eine lymphologische Kompressionsbandagierung angelegt.

Während der Nachbehandlung erhalten die Patientinnen eine leichte und hochwertige Ernährung, täglich manuelle Lymphdrainage, lymphologische Kompressionsbandagierung sowie intermittierende pneumatische Kompression (Lympha press). Tägliches Bewegungstraining in der freien Natur rundet die Nachbehandlung ab.

Bei der Liposuktion PLUS werden die Patientinnen nicht gleich nach der Absaugung fortgeschickt, sondern im Therapiezentrum Hirschbach noch einige Tage intensiv betreut. Damit wird nicht nur ein hohes Maß an Sicherheit und Wohlbefinden erreicht, sondern auch die besten Voraussetzungen für ein optimal ästhetisches OP-Ergebnis geschaffen.

Nach der OP bleibt noch Tumeszenzlösung im Gewebe zurück und sickert – zusammen mit Wundsekret – noch einige Tage lang aus den Hauteinstichen heraus. Darum wird während der ersten Tage unter der Kompression saugfähiges Verbandmaterial getragen, das regelmäßig gewechselt wird. Es können postoperativ auch Schmerzen oder Kreislaufprobleme auftreten. Beim Abnehmen der Kompression zum Wechseln des Verbandmaterials kann der Blutdruck absacken und die Patientin unter Umständen kurzfristig das Bewusstsein verlieren! Zudem können sich Flüssigkeitsansammlungen in den abgesaugten Arealen bzw. posttraumatische Ödeme bilden.

Diesen Unannehmlichkeiten und Gefährdungen wirkt die Nachbehandlung, wie sie in dieser Form nur in der Lympho-Opt praktiziert wird, zuverlässig entgegen. Sie begünstigt auch eine schnellere und schmerzfreiere Heilung der im Gewebe entstandenen Wundflächen, eine gute, narbenfreiere Hautstraffung, eine solide Stabilisierung von Kreislauf und Stoffwechsel sowie eine bessere Modellierung der Körperform. So gerüstet kehren unsere Patientinnen in bester Verfassung nach Hause zurück.

Ein weiteres PLUS der Lympho-Opt: die Lipokavitation

Diese ist eine nicht-invasive (ohne Hautöffnung) Methode zur Reduktion von kleineren Fettmengen mittels hochintensiver fokussierter Ultraschallwellen (HIFU). Diese verflüssigen durch Blasenbildung die Triglyceride in den Fettzellen. Anschließend implodieren die Blasen, wodurch die Zellwände zerstört, die flüssigen Triglyceride freigesetzt und über die Lymphgefäße abtransportiert werden. Diese Methode ist schmerzlos. Wir wenden sie bei Bedarf zur Behandlung von Lipödemen geringer Ausprägung oder zur Feinkorrektur nach der Liposuktion an.

Wichtige Hinweise:

Die Fettabsaugung ist zur Gewichtsabnahme völlig ungeeignet!

In der Lympho-Opt wird die Liposuktion ausschließlich zur Behandlung von Lipödemen oder zur Umfang-Reduzierung sekundärer Lymphödeme eingesetzt.

Mit absoluter Gewissheit kann ein Wiederauftreten von Lipödemen nach der Absaugung nicht ausgeschlossen werden. Während unserer Nachbeobachtungen über einen Zeitraum von mehr als 14 Jahren konnten aber weder eine vermehrte Schwellneigung noch eine Zunahme des Lipödems beobachtet werden. In sämtlichen Fällen wurde eine Abnahme der Druckschmerzen, teils sogar deren vollständiges Verschwinden erreicht. Alle Patientinnen benötigten nach der Liposuktion PLUS seltener, viele gar keine Lymphdrainage und Kompressions-Versorgung mehr. Und als „Nebeneffekt“ ist durchwegs eine ästhetischere Körperform zu verzeichnen.
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Einwirkzeit

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Aufquellung

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Absaugung

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